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Es werden Posts vom 2015 angezeigt.

Übersäuerung durch Ernährung? Warum der Fitness-Mythos im Sport nicht funktioniert

Mythos "Übersäuerung durch Ernährung" Kann falsche Ernährung einen Fußballer „übersäuern“ und sogar schmerzhafte Muskelverletzungen verursachen? Solche Erklärungen klingen erstaunlich plausibel. Jeder, der einmal einen intensiven Sprint absolviert hat, kennt das brennende Gefühl in den Beinen. Gepaart mit Begriffen wie „ Milchsäure “, „ Säure-Basen-Haushalt “ oder „ basische Ernährung “ entsteht schnell eine populäre Geschichte: Die falsche Ernährung macht den Körper sauer, der Muskel macht zu und reißt. D as Problem an dieser Geschichte? Sie würfelt verschiedene physiologische Vorgänge durcheinander, die wenig miteinander zu tun haben. Ein Faktencheck: Der Ursprung für diesen Beitrag: Eintracht Frankfurt und die BILD-Zeitung Ausgangspunkt für den Gedanken, diesen Beitrag zu schreiben, war ein Bericht der BILD-Zeitung über die Ernährungsberatung bei den Profis von Eintracht Frankfurt . Dort wurde behauptet, Fußballer seien durch falsche Ernährung häufig „übersäuert“, was Mus...

Radfahren mit Leistungsmesser: Auch für Hobbysportler sinnvoll?

Leistungsmessung auf dem Fahrrad ist längst keine Technik mehr, die Profis und einigen wenigen technikbegeisterten Trainern vorbehalten ist. Als ich mich vor vielen Jahren intensiver mit Leistungsmessern beschäftigte, war der Markt noch überschaubar, SRM war die Referenz und Systeme von Garmin, Power2max, Quarq, Stages oder PowerTap begannen gerade, Leistungsmessung für immer mehr Radsportler zugänglich zu machen. Heute gehören Powermeter für viele ambitionierte Hobbyfahrer fast selbstverständlich zum Fahrrad. Die Technik selbst ist dabei älter, als man manchmal denkt. Ulrich Schoberer begann 1986 mit der Entwicklung des SRM-Systems; 1987 wurde der erste PowerMeter patentiert. Damit wurde es erstmals praktikabel, die tatsächlich erbrachte mechanische Leistung während des Radfahrens außerhalb eines Labors zu messen. Fast vier Jahrzehnte später gibt es Leistungsmesser in Pedalen, Kurbelarmen, Kurbelsternen und anderen Komponenten. Der Markt hat sich grundlegend verändert. Die wichtige...

Zwischen Zirkusakrobatik und echter Leistungsfähigkeit: Was „Funktionelles Training“ wirklich leisten kann – und was nicht

Wenn ein Begriff die Fitness- und Athletiklandschaft der vergangenen zwei Dekaden geprägt hat, dann ist es das „ Funktionelle Training “ ( Functional Training ). Was einst als berechtigte Gegenbewegung zum rein isolierten, maschinengeführten Bodybuilding antrat, hat sich längst zu einer gigantischen Industrie entwickelt. Wer heute durch die sozialen Netzwerke scrollt oder Trainingsflächen betritt, trifft auf ein extremes Spektrum: Auf der einen Seite stehen hervorragend ausgebildete Trainerinnen und Trainer, die mit präzisem Movement Screening , progressiver Belastungssteuerung und klarem biomechanischem Verständnis Athleten robuster und leistungsfähiger machen. Auf der anderen Seite erleben wir eine Flut an Zirkusübungen : Kniebeugen auf umgedrehten Bosu-Bällen, einbeinige Jonglagen mit Kettlebells und komplexe Mehrgelenkskombinationen, die zwar auf Instagram spektakulär aussehen, physiologisch jedoch am Ziel vorbeischießen. Die Folge ist ein polarisierter Grabenkrieg: Die tradition...