In vielen Ausdauersportarten gehört die Verbesserung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit zu den zentralen Trainingszielen. Seit Jahren wird dabei diskutiert, welche Rolle die Kohlenhydratverfügbarkeit für die Anpassung an Ausdauertraining spielt. Lange galt eine einfache Regel: Wer den Fettstoffwechsel trainieren möchte, sollte mit möglichst wenig Kohlenhydraten trainieren. Die Forschung zeichnet inzwischen ein differenzierteres Bild. Bei niedriger Kohlenhydratverfügbarkeit steigt während moderater Belastungen der Anteil von Fett an der Energiebereitstellung. Zudem kann ein reduzierter Muskelglykogenspeicher bestimmte molekulare Signalwege verstärken, die an der Regulation mitochondrialer Biogenese und weiteren Anpassungen des oxidativen Stoffwechsels beteiligt sind. Daraus ist das Prinzip „ Train Low “ entstanden: Ausgewählte Trainingseinheiten werden mit reduzierter Kohlenhydratverfügbarkeit durchgeführt. Ob aus diesen molekularen und metabolischen Veränderungen auch eine besse...